COPARGO VERT

CENTRE KPAKITCHOU

Projekt zur Regionalentwicklung in Copargo, Benin, West-Afrika

 „Was immer wir tun, wir bewegen uns in einem Feld. 

Um erfolgreich zu handeln, müssen wir Teil dieses Feldes werden.“

 

Inspiriert durch das Konzept des Ökodorfes, arbeiten wir seit 2013 daran, gesunden Lebensraum zu schaffen. Wir erzeugen Lebensmittel aufbauend auf den Erkenntnissen der Agro-Ökologie und der Schule der Permakultur. Das Centre Kpakitchou, unsere Wirkungsstätte auf 5 Hektar, ist benannt nach drei Dörfern in deren Mitte es liegt: KPA-nkour, KI-kiriga und TCHOU-tchou.  


Sinn des Lebens ist das Leben selbst. Und dieses Leben ist im Einfachsten. Djibril Daoudou, Leiter unserer Landwirtschaft: „J’aime la houe.“ - „Ich liebe die Hacke.“


Wohin führt der Weg der Industriegesellschaft? Die kann nicht der Maßstab sein.

„Jeder Mensch ist ein Künstler.“ - Jeder kann und soll sein Leben und seinen Lebensraum in Freiheit gestalten.

Schönheit entsteht, wenn man das Notwendige in Liebe tut.

Überblick über das Gelände von 5 ha. (Legende öffnen: oben links mit        )

Ansicht 2016

In der Vergangenheit wurden oft Buschfeuer gelegt, wie hier im Januar 2011. Wir haben das Grundstück durch zwei Wälle begrenzt und legen jedes Jahr „par-feux“ an, gemähte und gerodete Streifen entlang der Grenze, die das Eindringen von Feuer verhindern. Jäger legen Feuer, um Hasen aufzuscheuchen. Eine Praxis bei der Nutzen und Schaden in keinem gesunden Verhältnis stehen. Unsere Arbeit wird geachtet und die Jäger selbst nehmen Rücksicht.

Beginn der Aufforstung und Renaissance des Projekts 2014. Inzwischen haben wir mehr als 2000 Bäume gepflanzt.

2016

Dieselbe Parzelle 2017. Im Vordergrund „Pois d’Angole“ (Cajanus cajan, Straucherbse), eine „plante fixatrice d’azote“, eine Leguminose, die den Stickstoff aus der Luft im Boden deponiert, also den Boden düngt. Gemäß der Schule der Permakultur von Bill Mollison ist ein System dann stabil, wenn es viele Verbindungen zwischen den Elementen des Systems gibt, d.h. eine starke Vernetzung. Weizen in Monokultur, angebaut unter dem Einsatz von Herbiziden und Insektiziden, ist in diesem Sinne instabil. Wir haben die Straucherbse als Begleitkultur der Baumpflanzung eingesetzt. Die Pflanze beschattet den Boden und verringert die Verdunstung von Wasser, sie verlangsamt den Wind, sie düngt den Boden, die Erbsen sind essbar, die Blätter Tierfutter, die Zweige verholzen und sind als Brennholz nutzbar. Nützlich wie ein Huhn!

Pflanzung von Gmelina arborea von 2014, Zustand 2017. Nutzholz.

Eines von augenblicklich 13 Regenwasser-Rückhaltebecken. Ziel ist, das Gelände in eine Art Schwamm zu verwandeln. Das Wasser wird im Boden gespeichert, nährt Pflanzen und speist Brunnen.

Bau eines Wohnhauses und Treffpunktes mit Ziegeln aus Lehm, Fenstern aus Holz, Dachstuhl aus Bambus und Strohdeckung. Es ist ein gängiges, nicht ungewöhnliches Haus, dennoch vereint es Techniken, die selten werden. Aufgrund des zunehmenden Einsatzes des verderblichen Glyphosats ist das geeignete Stroh (Andropogon gayanus) schwer aufzutreiben. Wir fördern das Wachstum des Grases auf unserem Grund.

Installation des Lehmbodens. Leider war ich bei diesem Fest übermütiger Frauen nicht anwesend.

August 2017

Anlage des Tiefbrunnens. Wir haben 70 m tief gebohrt. Nach 3 Stunden Bohrung schoss das Wasser in den Himmel. Jetzt werden wir wohl genug davon haben, um nach Bedarf Gemüse anzubauen.

Es herrscht bereits reges Leben auf unserem Gelände. Der Platz vor dem Haus ist zum öffentlichen Raum geworden. Menschen kommen und gehen, reden, arbeiten. Das Dorf ist im Entstehen!

Besuch aus der Nachbarschaft. Leya's Töchter. Leya ist ein sehr freundlicher Peulh (dt. Fulbe). Die Fulbe sind Rinderhirten und oft die Intellektuellen Afrikas, wie der große Amadou Hampâte Bâ, der gesagt hat: "Mit jedem Greis, der in Afrika stirbt, verbrennt eine Bibliothek." Die Kunst der Frauen, sich zu kleiden und die Freiheit, Farben zu kombinieren lässt mir nur einen Vergleich zu: die Farben von Henri Matisse.

Entwicklung unserer Landwirtschaft

Grünes Zimmer. Grundstruktur für unsere Gemüsegärten gemäß Permakultur-Prinzipien.

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Wir haben ein Modul entwickelt, das zur Anlage größerer Gemüsegärten nicht vergrößert, sondern vervielfältigt wird. Weite Flächen sind Wind und Sonne ausgesetzt. Es ging darum, Räume für Kulturen zu schaffen, die windgeschützt sind und die harte Sonneneinstrahlung mildern. Jeweils 10 Beete mit entsprechenden Wegen werden von einer Windschutz-Hecke der Leguminose Pois d’Angole (Pigeon pea, Cajanus cajan) umgeben, die den Boden düngt, gleichzeitig auch Erbsen liefert, Blätter als Viehfutter, und Holz. In den Beeten stehen im Abstand von 3 m Moringa-Bäume, die z.T. als Stützen für Rankhilfen bei Tomaten dienen können. Mit ihren gefiederten Blättern, die ein sehr nahrhaftes Gemüse sind, beschatten sie die Kulturen leicht. Bill Mollison, Begründer der Permakultur, sagt:

Nicht die Anzahl der Elemente stabilisiert ein System, sondern die Anzahl der nützlichen Verbindungen unter den Elementen.

6. März 2018. Fünfzehnter Tag nach Baubeginn eines Lehmhauses mit nubischem Tonnengewölbe. Der Rohbau besteht nur aus Lehm, und Felsen für das Fundament. Zur Vorbereitung haben wir 4.000 Lehmziegel hergestellt. Das Gewölbe von 3,25 Metern Spannweite wird gemäß einer Jahrtausende alten ost-afrikanischen Technik frei und ohne Schalung gemauert. Es wird das Wohnhaus des Gärtners.

Installation der Solarmodule zum Betrieb der Pumpe des Tiefbrunnens.

Abibou, einer unserer Gärtner, mit Peperoni „Pili-Pili“, Papayas und Zitronengras für den Markt in Copargo.

25. Oktober 2021. Einzug der Hühner. Legehennen. Wir waren in Togo und haben im befreundeten Centre CIDAP 20 Hühner und 3 Hähne einer Kreuzung aus heimischen Hühnern mit der Rasse Sosso geholt. Ein Zweinutzungshuhn, das robuster ist als Hochleistungsrassen.

Impressum 

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Martin Rath

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